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Das Hornberger Schießen

Hornberg ist eine kleine Stadt im Ortenaukreis und Schauplatz einer der bekanntesten Sagen im Schwarzwald. Es gibt verschiedene Versionen davon, die aber alle den gleichen Verlauf nehmen. Aufgrund dieser Sage geht vermutlich auch das Sprichtwort “Das endet wie das Hornberger Schießen” hervor. Die Redewendung wird benutzt, wenn eine Angelegenheit mit großem Getöse angekündigt wird, dann aber alles schief läuft oder kein gutes Ende nimmt.

Folgendes soll passiert sein:

Im Jahr 1564 kündigte der Herzog von Württemberg einen Besuch in Hornberg an. Da so hoher Besuch selten zu Gast war, wurde ein großes Fest vorbereitet. Alle Hornberger halfen mit und sogar die Kanonen, welche hoch oben auf dem Schlossberg positioniert waren wurden geputzt und vorbereitet. Man wollte den Herzog mit Salutschüssen ehrenhaft begrüßen.

Es war ein sehr heißer Tag und alle schwitzten in ihren Festtagsgewändern. Den Blumenmädchen wurden allmählich die Kränze im Haar welk, aber der Herzog ließ auf sich warten.

Dann endlich das ersehnte Zeichen: Auf dem Kinzigsteg wurden die ersten Reiter gesichtet. Die Menge jubelte, die Männer luden die Kanonen und böllerten was das Zeug hielt. Als alles Pulver verschossen war, begaben sich alle zum Festplatz um endlich zu feiern. Ein Bote kam angerannt und sagte: “Schießt weiter, das war erst die Vorhut.” Doch es gab nichts mehr zum Schießen. Als kurze Zeit später der Herzog selbst durchs Stadttor zog, war alles ruhig. Die Hornberger hatten sich bereits in den Schatten verzogen oder sich dem Bier zugesprochen.